LÄMMkom - Software für die Sozialgesetzgebung
Früherkennung mit Bits und Bytes   Freitag, 19. Juni 2009

Wie LÄMMkom aktuelle Meldesysteme in Ländern und Kommunen unterstützt

Die Akteure des Kinderschutzes sind derzeit in Ländern und Kommunen dabei, Melde­sys­teme zu etablieren, um eine schnellere Früherkennung möglicher Gefähr­dungs­lagen bei Kin­dern zu gewährleisten. Es mangelt nicht an inhaltlichen Konzepten, die ‑ z.B. in Nord­rhein-­Westfalen ‑ auch schon angewendet werden. Jedoch fallen die Über­legungen zu einer elek­tro­nischen Un­terstützung bislang eher spärlich aus. Dabei sind die Möglichkeiten inte­grier­ter Softwarelösungen hier besonders hilfreich. Insbe­son­dere dann, wenn man ‑ wie der Dort­mun­der Software-Spezialist für die Sozial­verwal­tung, die Lämmerzahl GmbH ‑ bereit ist, zusammen mit Jugendhilfe, Gesundheits­äm­tern und Vorsorgestellen aus Stan­dardsoftware maßgeschneiderte Lösungen zu kon­figurieren und diese zur schnellen Nutzung über das In­ter­net anzubieten.

Mit LÄMMkom Früherkennung macht die Softwareschmiede deshalb jetzt den ersten Schritt auf Länder und Kommunen zu. Ziel ist, den Schutzauftrag für Kinder mit elektronischen Mit­teln noch wirksamer zu gestalten, vor Ort erarbeitete Meldestrukturen zu unterstützen und Ar­beitsabläufe von der ersten Datenmeldung bis zur Inobhutnahme zu vereinfachen. Die Basis bil­det eine zentrale Datenbank und Software mit einheitlicher Bedienweise, die alle Akteure – vom Gesundheitsamt und Jugendamt auf kommunaler und Länderebene, über Vor­sorge­zen­tren und zentrale Meldestellen bis zum Sozialen Dienst ‑ miteinander vernetzt.

„Unser Modul LÄMMkom Früherkennung basiert auf einem realitätsgetreuen Ablauf, an­ge­fangen von der Datenübermittlung der Meldebehörden bis zum möglichen Klärungs­ge­spräch mit den Eltern bei mehrfach nicht wahrgenommenen Vorsorgeuntersuchungen“, er­läu­tert Jürgen Lämmerzahl, Geschäftsführer der Lämmerzahl GmbH, die praxisnahe Aus­gestaltung der Software. „Da aber Meldesysteme auf Länder- oder kommunaler Ebene sehr orts­bezo­gen realisiert werden müssen, bieten wir bewusst an, das Modul ganz nach den regionalen Anforderungen zu konfigurieren. Es ist daher so flexibel wie möglich und gibt so viel Struktur wie nötig.“

Als zentrale Stelle können im Modul LÄMMkom Früherkennung zum Beispiel die Gesund­heits­ämter oder Vorsorge­zen­tren eingesetzt werden, die relevante Personendaten der Mel­de­behörden über eine Schnittstelle übermittelt bekommen. Ärzte und Hebammen geben die Daten der Vor­sorge­untersuchungen entweder unmittelbar in LÄMMkom ein oder über­mit­teln sie, sofern eine Anbindung an den Datenbestand nicht gewünscht ist, wie bislang in schrift­licher Form an die Zentralstellen. Per Mausklick erfolgt in der Zentralstelle der Daten­ab­gleich, das sogenannte Matching. Automatisch können so säumige Eltern, die nicht zur ak­tu­el­len Vor­sorge­untersuchung erschienen sind, identifiziert werden. Daraus leiten sich Maß­nahmen ab, die ohne Zeitverzögerung, also direkt nach Bekanntwerden des Versäum­nisses, aus LÄMM­kom heraus durchgeführt werden können. So können Mitarbeiter z.B. per WORD oder Open­Office Anschreiben verfassen und versenden, die die Personensorge­be­rech­tigten zur Nach­ho­lung der Untersuchung auffordern.

Wird die Frist zur Nachholung wiederholt nicht ein­ge­halten, ist über LÄMMkom die Ver­ein­barung von Klärungsgesprächen und Hausbesuchen mög­lich. Dazu stehen den Mitarbeitern Funktionen zur Terminerinnerung, zur Hinterlegung von Schrift­stücken, zur Dokumentation von Telefonaten, zur Kontrolle von Zielverein­ba­run­gen usw. zur Verfügung. Sie können nach eigenem Workflow angeordnet werden, um ihre schnelle Handhabung sicherzustellen. Auch eine Einbindung des ASD oder die Einschaltung eines Familiengerichts ist je­der­zeit möglich.

Wie umfangreich Einblick und Bearbeitungsrechte der jeweiligen Akteure in den zentralen Da­tenbestand sein sollen, wird individuell – nach den vor Ort gültigen Datenschutz- und sons­tigen Bestimmungen – festgelegt. Zudem sorgt ein umfangreiches Controlling-System dafür, dass alle amtlichen Statistiken erstellt werden können. Auswertungen definieren die Mitarbeiter auf Wunsch individuell, z.B. nach Zeiträumen, Sachgebieten, Sozialräumen o.ä. Dabei sind die Kombinationsmöglichkeiten der Auswertungsparameter unendlich.

Ob die Akteure sich für eine installierte Version der Software oder den Direktzugang über das Internet entscheiden, ist dabei unerheblich. Für beide Betriebsvarianten bietet der Soft­ware­hersteller eine kostenlose Testphase von bis zu 12 Monaten an, die nach vorher­ge­hender kostenpflichtiger Einrichtung bis zur endgültigen Entscheidung über einen möglichen Einsatz genutzt werden kann.