LK Trier-Saarburg/Dortmund. Der Landkreis Trier-Saarburg hat die IT-gestützte Bearbeitung der Sozialhilfe ausgeschrieben und sich entschieden. Zukünftig soll die Dortmunder Software-Firma Lämmerzahl, einer der führenden Anbieter für die Sozialverwaltung, die Mitarbeiter bei der Bearbeitung des SGB XII in den vier Städten, 99 Gemeinden und sieben Verbandsgemeinden unterstützen. Der drittgrößste Kreis in Rheinland-Pfalz setzt damit auf ein langjährig erfahrenes Unternehmen mit zahlreichen kommunalen Referenzen, das ihr Know-how in der Sozialhilfe sowohl aus landesweiten Installationen wie in Sachsen-Anhalt als auch aus großen städtischen oder kleineren gemeindeeigenen Implementierungen bezieht.
Die Software LÄMMkom löst das Altverfahren PROSOZ/S zum 1. Januar 2010 in den Teilbereichen Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen, Kriegsopferfürsorge und Krankenhilfe ab. Zum April nächsten Jahres folgen die Bereiche Pflege innerhalb von Einrichtungen, Eingliederungshilfe und Evaluation/Auswertungen. Die Installation, die Konfiguration der Datenbank und die Verfahrensbetreuerschulung haben bereits Anfang Oktober ihren erfolgreichen Abschluss gefunden. Auf diese dreistufige Einführung der Software hatten sich EDV-, Verfahrensbetreuer, Amts- und Referatsleiter des Kreises verständigt, um den Wunsch nach einer schnellen Einführung mit der aktuellen Arbeits- und Personalsituation zu verbinden.
Eine Datenübernahme aus der Vorgänger-Software ist nicht geplant, stattdessen wird bewusst eine neue Dateneingabe angestrebt. Zahlungsrelevante Daten sollen über eine Schnittstelle zum doppischen Finanzverfahren KIS direkt aus LÄMMkom übertragen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt wird zudem eine XML-basierte Schnittstelle zum landeseinheitlichen Einwohnermeldewesen EWOISneu Arbeitserleichterungen schaffen. Für den Datentransport steht dann das durch die kreiseigene Einrichtung KommWis betriebene Kommunalnetz zur Verfügung.
Derzeit werden die Haushaltsstellen, Kostenstellen und Kostenträgern in LÄMMkom eingelesen, die Pflegesatzvereinbarungen der Einrichtungen bereitgestellt und einheitliche Dokument- und Bescheidvorlagen besprochen, auf die dann alle Mitarbeiter zurückgreifen können. In LÄMMkom stehen den Mitarbeitern dann auch notwendige Verzeichnisse wie etwa zu den Sozialräumen, Bank-Daten und Straßennamen zentral zur Verfügung.