LÄMMkom - Software für die Sozialgesetzgebung
Wissenstransfer auf dem LÄMMkom-Arbeitskreis der Jugendhilfe    Dienstag, 04. Mai 2010

„Voneinander lernen und gegenseitig profitieren“

Waldshut-Tiengen. Im Zeichen des Wissenstransfers, gegenseitiger Anregungen und sich be­fruchtender Lö­sungs­vorschläge stand der regionale LÄMMkom-Arbeits­kreis der Ju­gend­hilfe am 29. April 2010 im Landratsamt Waldshut. Projekt-Ver­ant­wort­liche, Ab­teilungs- und Sach­gebiets­leiter, System­be­treu­er und Sachbearbeiter kamen zusammen, um sich über den Stand zur GPA-Zertifizierung, die Einführung der Doppik und aktuelle Ent­wick­lun­gen im Mündelgeld zu informieren. Im praxisnahen Kunden­bericht des Landkreises Waldshut lern­ten die Teil­neh­mer Abbildungs­mög­lichkeiten zum Workflow des Fallmanagements in den All­ge­meinen So­zi­alen Diensten kennen. Das erweiterte Know-how soll nun in den kom­mu­na­len Fachbereichen auf­gearbeitet, an die Bedingungen vor Ort angepasst und gewinn­brin­gend übertragen wer­den.

Die Teilnehmer erfuhren, dass die Software – Zertifizierung voraus­sicht­lich im Sommer mit dem Prüfbericht der GPA abgeschlossen wird. Damit liegt der zentrale Baustein zur Erfüllung der in §114 /114a GemO festgelegten An­for­de­run­gen vor. Rolf Löhmann, Geschäfts­stel­lenleiter Süd bei Lämmerzahl, erläuterte außerdem die notwendigen Schritte zum Umstieg von FIWES Classic (WAUS) auf das doppische Finanzwesen von SAP. Nach Fertigstellung und Frei­gabe ei­ner speziell dafür eingerichtete Finanz­schnitt­stelle (SoJuHKR) sollen Kommunen mit An­bindung ans Rechenzentrum Baden-Fran­ken KIVBF den Wechsel voll­ziehen können. Die Terminierung richtet sich nach den Vorgaben des Rechenzentrums.

Viel Beachtung fand bei den Teilnehmern der Praxisvortrag der Jugend­be­hörde des Land­rats­amtes Waldshut. Ulrich Friedlmeier, Abteilungsleiter des ASD, zeigte, wie in den Be­rei­chen „Jugendgerichtshilfe" und „Sozialer Dienst“ eigene Workflows in der Software um­ge­setzt, mit Profil-Funktionen gearbeitet und frei definierbare Auswertungen zur ge­ziel­ten Kon­trol­le und Steuerung im Jugend- und Sozialbereich genutzt werden können. An­hand au­to­ma­ti­scher Datenübernahmen in Dokumentvorlagen konnte der Waldshuter ASD-­Leiter nicht nur Stan­dardisierungsstrategien der Software aufzeigen, sondern auch eine er­heb­liche Arbeits­er­leichterung für seine Sachbearbeiter erreichen. Um das Erfolgspotenzial die­ses LÄMM­kom-­Moduls für die Jugendhilfe voll auszu­schöpfen, müssen die Kommunen das Gezeigte nun für die konkreten Bedingungen vor Ort aufar­bei­ten. Erst dann kann das Leis­tungs­ver­mö­gen der Software ganz zur Wirkung kommen und effektiv genutzt werden. Da­zu diskutierten die Teilnehmer in konstruktiver Atmosphäre Anregungen und Um­set­zungs­vor­schläge.

Zum Mündelgeld erläuterte Jugendhilfebetreuer Ulrich Krämer den Stand der inhaltlichen Mo­dul-Prüfung und zukünftige Entwicklungspotenziale, die im engen Austausch mit aus­ge­wählten Kommunen erarbeitet und umgesetzt werden.

In den Bereichen Wirtschaftliche Jugendhilfe, Amtsvormundschaften und Unterhalts­vor­schuss diskutierten die Teilnehmer intensiv geeignete Vorgehensweisen für die Tagespflege, Ur­kunds­erstellungen und Rückstandsberechnungen, Statistikverfahren und Auswertungs­möglichkeiten und das Fallmanagement, das teils gemeinsam mit der Leis­tungs­sach­be­ar­bei­tung, teils getrennt davon bearbeitet wird.

Der nächste Termin für den Arbeitskreis der Ju­gend­hilfe wurde für den April 2011 im Landratsamt Karlsruhe festgelegt.