Karlsruhe. Gut besucht und thematisch vielfältig präsentierte sich der diesjährige „Regionale LÄMMkom Arbeitskreis Baden-Württemberg“ am 28. April 2009 im Landratsamt Karlsruhe. Bereichsleiter und Mitarbeiter aus den Sozial- und Jugendämtern, Asylbeauftragte, Unterhaltssachbearbeiter, EDV- und Systemverantwortliche sowie Ansprechpartner aus den allgemeinen Verwaltungsbereichen folgten der Einladung der Dortmunder Lämmerzahl GmbH mit Geschäftsstelle in Leonberg.
Neben dem aktuellen Stand der Software-Zertifizierung durch die GPA, der Präsentation geprüfter Kernprozesse und anstehender Vororttermine im Landkreis Rottweil stand der Umstieg der Kommunen auf die Doppik im Zeitraum 2011 bis 2013 auf der Agenda. Als Prozedere wurde die Übergabe einer Schnittstellenbeschreibung für das Kassenverfahren SOJUHKR mit SAP, der Weg zum automatisierten Import doppischer Buchungsstellen sowie die Einrichtung einer Testumgebung in LÄMMkom und dem Finanzverfahren vorgestellt.
Im Zeichen geänderter Abläufe nach Vorgaben des Deutschen Rentenversicherungsträgers und spezifischer Anwenderwünsche standen die Erörterungen im Bereich der Statistik-Erhebungen, der Rentenauskunft und des Datenabgleichverfahrens. Für das Fallmanagement in der Sozialhilfe erläuterte Thomas Düren, Leiter der Anwenderbetreuung bei Lämmerzahl, unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten und Verfahrensfunktionen für Sozialarbeiter und Leistungssachbearbeiter. Dargestellt wurden u.a. Anlagemöglichkeiten eines Profils, die Erstellung und Fortschreibung von Hilfeplänen sowie Auswertungsoptionen vereinbarter Ziele.
Bei der Zahlbarmachung von Leistungen stand die Datenübergabe ans bisher landesweit eingesetzte Kassenwesen WAUS (FIWES Classic) im Fokus des Interesses. Durch Schnittstelle und Kassenverfahren hervorgerufene Unregelmäßigkeiten werden von Lämmerzahl aufgefangen und sind in der kommenden Software-Version teils bereits berücksichtigt. Anforderungen wie die Steuerung von Fälligkeiten im Einzelfall oder die Rückgabe von Ist-Buchungen an den Geldautomaten wurden bereits realisiert. Fragen zur Verrechnungs- und Umbuchungsübergabe an WAUS können erst mit der Übersendung passender Schnittstellenbeschreibungen seitens der Kassenverfahrensanbieter aufgelöst werden.
Die Abschlussdiskussion brachte zusätzliche Klärung in Detailfragen. Thomas Düren gab den Teilnehmern Einblick in die webfähige Zukunftssoftware LÄMMkom LISSA, die Teilnehmer des 11. LÄMMkom Anwendertreffens in Dortmund bereits vorab im September diesen Jahres selbständig ausprobieren können. Der nächste Termin für den Arbeitskreis Baden-Württemberg wurde auf den 13. April 2010 in Karlsruhe festgelegt.